Informationen zum richtigen Lüften

Wohngebäude werden heute aus energieeffizienzgründen immer luftdichter gebaut. Deshalb ist es wichtig, dass der Nutzer eines Objekts, sofern nicht automatische Systeme, wie eine Wohnraumlüftung eingebaut wurden, für eine ausreichende Lüftung der Räumlichkeiten sorgt. 

In beheizten Innenräumen wird eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 30 bis 55 Prozent als angenehm empfunden. Zu trockene Luft (rel. Luftfeuchtikeit unter 30%) kann sich durch Kratzen im Hals bemerkbar machen. Ist die Luft zu feucht (rel. Luftfeuchtigkeit über 55%), ist die Gefahr der Kondensatbildung an kalten Bauteilen wie Fenstern erhöht. Dadurch steigt letztlich auch das Risiko für die Bildung von Schimmel. Gerade in feuchtebelasteten Räumen wie Küche, Bad und Schlafzimmer sollte daher für eine gute Durchlüftung gesorgt werden...Eine Lüftung über gekippte Fenster eignet sich für diese Jahreszeiten nicht, weil entweder der Luftaustausch zu gering oder die Energieverluste durch ständiges Kippen zu hoch wären. Am schnellsten wird eine gute Durchlüftung des Raumes durch eine Querlüftung hergestellt. Dazu werden für kurze Zeit Fenster und/oder Tür in einem Raum geöffnet und quer gelüftet. Ist eine Querlüftung nicht möglich, bietet sich die Stoßlüftung an. Bei weit geöffnetem Fenster wird dabei Frischluft in den Raum geführt.

 

Wohnräume sollten zumindest alle zwei Stunden gelüftet werden. Schlafzimmer sollten frühmorgens und abends gut durchlüftet werden. Im Badezimmer sollte nach dem Duschen oder Baden, sofern ein Fenster vorhanden ist dieses ganz geöffnet werden. Anschließend nach einer halben Stunde diesen Vorgang wiederholen.

 

Einige Tipps und Hinweise zum richtigen Lüften:

 

  • Als Faustregel gilt: Je kälter die Temperatur draußen ist, umso kürzer kann gelüftet werden.
  • Fenster nur im Sommer kippen. Im Winter bringt Kippen entweder einen zu geringen Luftaustausch oder die Energieverluste sind zu hoch.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen, wie sie zum Beispiel durch das Aufhängen von Wäsche auftreten kann, sollte grundsätzlich vermieden werden. Wird dennoch Wäsche getrocknet, ist darauf zu achten, dass der Raum regelmäßig gelüftet wird.
  • Das Aufstellen eines Luftfeuchtigkeitsmessers (Hygrometer) hilft, die relative Luftfeuchtigkeit zu überprüfen.
  • Beim Kochen – wenn möglich – den Deckel auf Pfanne oder Topf geben. So entsteht weniger Kondenswasser und außerdem wird Energie gespart.

 

Einsatz von Dunstabzugshauben:

  • Währen dem Betrieb der Dunstabzugshaube ist darauf zu achten, dass die abgesaugte Luft auch nachströmen kann. Daher ist während des Betriebs ein Fenster in der Küche zu öffnen.
  • Filter in Dunstabzugshauben sollten regelmäßig (zumindest einmal jährlich) gewechselt werden.

 

Wenn Sie die in diesem Merkblatt beschriebenen Tipps und Hinweise beachten. sollten Sie in der Regel ein angenehmes Wohnklima und keine Probleme mit Schimmel und Kondensat haben.

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